Gold
Gold, der Rohstoff aus dem Träume gemacht sind

Gold ist seit Jahrtausenden nicht nur ein seltenes Edelmetall, sondern besitzt zugleich einen vielfältigen Symbolcharakter. Neben dem symbolischen Wert, etwa zu finden im Sport (Goldmedaille), der Musik (Goldene Schallplatte) oder in der Ehe (Goldene Hochzeit), war Gold in der Geschichte der Menschheit über lange Zeit hinweg das wichtigste Tausch- und Zahlungsmittel.
Insgesamt ist rund die Hälfte der weltweiten Goldmenge in Schmuck verarbeitet, etwa 12 Prozent in Kunstgegenständen und 16 Prozent befinden sich in Form von Barren und Münzen in Privatbesitz. Auch Währungen werden durch Goldreserven gedeckt. Bis heute machen die Goldreserven der Zentralbanken und anderer Währungs-Institutionen etwa 19 Prozent der weltweit vorhandenen Goldmenge von 153.000 Tonnen aus (Stand: 2007). Dabei haben die USA mit rund 8.100 Tonnen den größten Anteil, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfond mit 2.800 Tonnen (Stand: 2011).
Momentan hat die Schmuckproduktion mit etwa 85 Prozent den größten Anteil an der Verarbeitung der jährlichen Fördermenge. Die restlichen 15 Prozent dienen als Geldanlage oder sind in Handys, Computern oder Flachbildfernsehern zu finden (Stand: 2010).
Die Nachfrage nach Gold ist groß, es dient zunehmend als Vermögensanlage und der Preis ist seit Jahren konstant hoch. Diese Umstände machen die Goldförderung nicht nur ertragreicher, sie machen auch Ausbeutung und illegalen Handel lukrativer.

Wenn der Goldpreis, vor allem während Krisen der Weltkonjunktur, auf über 900, zeitweise sogar auf deutlich über 1000 US-Dollar pro Unze (31,1 Gramm) steigt, dann verfallen auch heute noch Minenbetreiber dem Goldrausch und Menschen treibt es in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft illegal in die Lagerstätten. Aufgrund der momentanen Wirtschafts- und Finanzkrise liegt der aktuelle Goldpreis sogar bei 1700 US-Dollar pro Unze.

http://www.ghana.uni-kiel.de/daten/goldenearth/pdfs/Goldinfos.pdf

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56240589.html

Gold in Afrika

Afrika, paradoxerweise vor allem das arme Subsahara-Afrika, ist ungemein reich an Bodenschätzen. Neben der Förderung von Diamanten, Erdöl, Kupfer und Coltan ist vor allem Gold ein wichtiger Bestandteil der afrikanischen Rohstoffförderung. In Ghana, Südafrika, Simbabwe und weiteren Staaten Zentral- und Südafrikas ist die Goldgewinnung – für einige wenige – bis heute ein lukratives Geschäft. Für viele dagegen bedeutet der Reichtum an Rohstoffen ein Leben in Armut. Für neue Tagebauflächen werden Dörfer teilweise gewaltsam und ohne Entschädigung umgesiedelt. Ackerflächen, die eine Lebensgrundlage für die Bevölkerung darstellen, werden ihren Besitzern aberkannt. Zu diesen Problemen kommen gravierende Umweltschäden durch den Einsatz von Chemikalien.

Die Förderung des Reichtum versprechenden Goldes wird heute fast ausschließlich maschinell von multinationalen Großkonzernen betrieben. Zudem hat die Arbeit im Tagebau die Arbeit in den beinahe ausgebeuteten unterirdischen Goldminen ersetzt und schafft kaum Arbeitsplätze, da der Abbau zu großen Teilen von Maschinen verrichtet wird. Hinzu kommt, dass ungelernte Arbeitskräfte ersetzt werden, da sie den technologischen Ansprüchen, die für die tieferen Bohrungen vonnöten sind, nicht gerecht werden können.  

Die hoch technisierte Form der Goldgewinnung mittels Tagebau ist bereits an Standorten attraktiv, an denen das Gestein pro Tonne gerade mal ein bis zwei Gramm Gold enthält. Dabei ist das Gold nicht in reiner Form abbaubar, sondern wird unter Einsatz der giftigen Chemikalie Zyanid, die bereits bei einer Aufnahme von 70 Milligramm für den Menschen tödlich ist, vom Gestein getrennt. Die riesigen Schutthalden, die dieser Prozess nach sich zieht, sind weder für den Ackerbau noch anderweitig zu gebrauchen. Das mit Zyanid behandelte Gestein enthält Pyrit, eine Verbindung aus Eisen und Schwefel, dass beim Kontakt mit Luft Schwefelsäure freigibt, und dazu führt, dass die riesigen Flächen der Tagebauten für Jahrhunderte verseucht bleiben. Somit bietet diese Form der Rohstoffförderung nicht nur kaum Arbeitsplätze für die ansässige Bevölkerung, sondern nimmt  auch riesige Flächen in Anspruch, die anschließend kaum bis gar nicht fruchtbar sind. Die Umweltstandards sind in den Gold fördernden Staaten Afrikas oft mangelhaft, sodass aufgrund der billigen, unzureichenden Entsorgung des Zyanidabfalls Grundgewässer, Flüsse und Seen verschmutzt und damit Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere gefährdet werden.

Die Herkunft des Goldes, sei es in Form von Schmuck oder verbaut in Mobiltelefonen und Notebooks, ist zumeist weder von Händlern noch von Kunden nachvollziehbar, was es schwierig macht, auf eine faire und umweltschonende Förderung zu achten.

Eine Initiative dies zu ändern ist z.B. die Kampagne No Dirty Gold (http://www.nodirtygold.org/hintergrund.cfm). Diese Kampagne setzt sich dafür ein, den Abbau von Gold in Bergwerken sicherer für die Arbeiter zu machen und die Gewinne gerechter zu verteilen. Gezielt wird vor allem auf die VerbraucherInnen von Goldschmuck. Erste Erfolge stellten sich bereits 2004 ein, als die Juwelierfirma Tiffany & Co. sich gegen eine neue Mine im Westen der USA eingesetzt hat.

Gold – der Stoff aus dem Träume gemacht sind – könnte ein Segen für die Menschen Afrikas sein, doch ohne eine grundlegende Veränderung in der Förderung und Partizipation der Bevölkerung erfolgt der Reichtum der einen wie so oft auf Kosten anderer.

http://www.fian.at/assets/FIAN-Factsheet-Die-dunkle-Seite-des-Goldes.pdf
http://www.bicc.de/uploads/pdf/publications/other/taz_beilage/taz_beilage.pdf
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,542725,00.html

Gold in den einzelnen Ländern Afrikas

Südafrika

Die Goldförderung und der Umgang mit den Gewinnen aus dem Goldexport sind nirgendwo in Afrika so fortschrittlich und sozial gerecht wie in Südafrika. Dem Diamantenrausch, beginnend mit einem Diamantenfund im Jahr 1871, folgte bereits wenige Jahre später der Goldrausch. Nach der Entdeckung der Goldvorkommen strömten massig Goldsucher mit der Hoffnung auf das große Glück nach Südafrika und gründeten die Minenstadt Johannesburg. Den anfänglich meist zufälligen Funden, folgten in den 1940er Jahren die strategische Suche nach Goldadern und der Ausbau der Förderung. Die Region der Goldfunde im Nordosten Südafrikas ist eines der goldreichsten Gebiete der Welt. Der Witwatersrand-Höhenzug bei Johannesburg ist das größte Goldfeld der Erde.


http://www.geodz.com/deu/d/Witwatersrand_Gold-Uran-Seifenlagerst%C3%A4tte



Aufgrund der langen Tradition im Abbau und in der Forschung zählen Südafrikas Goldbergwerke heute zu den fortschrittlichsten der ganzen Welt. Da die wenigen goldmächtigen Adern nahezu völlig ausgeschöpft sind, erfolgt der Abbau in immer größeren Tiefen. Während in Australien oder Kanada das Gold vornehmlich im Tagebau gewonnen wird, kommt es in Südafrika aus der Tiefe. Um Gold zu fördern, wird das Gestein mittlerweile aus Tiefen von bis zu 4000 Metern geholt, tiefer als irgendwo anders auf der Welt. Das bedeutet nicht nur einen enormen technischen Aufwand für die Minenbetreiber, sondern auch extreme Arbeitsbedingungen für die Bergleute. Diese sind in der Tiefe nicht nur Staub, Enge und Dunkelheit, sondern auch sehr hohen Temperaturen ausgesetzt.
Um für die mühsame und schlecht bezahlte Arbeit in den Goldbergwerken ausreichend Arbeitskräfte zu finden, werden von Rekrutierungsorganisationen der Minengesellschaften Arbeiter aus den Nachbarländern, zumeist aus ärmlichen dörflichen Strukturen, angeworben.
Trotz einer vergleichsweise fortschrittlichen Goldförderung und stabilen politischen Strukturen gibt es auch in Südafrika im Zusammenhang mit der Goldgewinnung noch einiges zu verbessern. Die Arbeit in den Minen ist auch dort schlecht bezahlt und führt die Arbeiter körperlich an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass die verbliebenen Arbeitsplätze zunehmend durch rentablere Technik ersetzt werden. Auch Umweltprobleme und Klientelismus – das heißt, politische Gefälligkeiten im Austausch mit Loyalität der wirtschaftlichen Institutionen –  sorgen mancherorts nach wie vor dafür, dass die Gewinne aus dem Goldexport in die Taschen der reichen Konzernbosse fließen und der lokalen Bevölkerung eher schaden als nutzen.

Der Staat Südafrika ist wegen der hohen Einnahmen durch die Goldförderung stark vom Goldpreis abhängig. Kommt es wie Mitte der 1990er Jahre zu einer Krise in der Goldförderung und einem niedrigen Goldpreis, bedeutet dies auch für den Staat hohe Verluste auf der Einnahmeseite und die Gefahr von zahlreichen Entlassungen. In den letzten Jahren konnte Südafrikas Wirtschaft jedoch die Abhängigkeit vom Goldpreis verringern, welcher angesichts der hohen Nachfrage künftig tendenziell steigen wird. Um die Abhängigkeit vom Goldexport abzuschwächen, modernisierte man im Rahmen eines kapitalintensiven Projekts veraltete Industriestrukturen, was den Anteil der Halbfertig- und Fertigprodukte am Export vergrößerte.


http://www.geodz.com/deu/d/Witwatersrand_Gold-Uran-Seifenlagerst%C3%A4tte

http://www.kapstadt.com/unser-service/wissenswertes/gold-in-suedafrika/
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-51661380.html
http://www.suedafrika.net/suedafrika/suedafrika-wirtschaft/bergbau.html

Mosambik

Anders ist die Situation in der Grenzregion zwischen Simbabwe und Mosambik. Dort suchen seit Jahren tausende Menschen unorganisiert und unter denkbar schlechten Bedingungen nach Gold. Die Bergregion Chimanimani zieht auf Seiten Mosambiks zahlreiche Menschen, vor allem aus dem Nachbarland Simbabwe an.
In Flüssen, Gruben und kleinen Schächten suchen etwa 20.000 Menschen, zu einem Großteil aus Simbabwe, nach Gold. Die Arbeiter graben oft Tage und Wochen ohne Erfolg und wenn sie etwas finden, sind die Goldmengen meist so gering, dass kaum etwas für sie übrig bleibt. Denn die Arbeiter stehen lediglich am Ende der „Goldnahrungskette“. Grundbesitzer, Polizei und Militär wollen an dem gefundenen Gold mitverdienen und scheuen dafür oft nicht vor Gewalt und Korruption zurück. Die Goldsucher leben häufig ohne feste Behausung unter menschenunwürdigen Bedingungen. Die nahegelegenen Sümpfe der Gebirgszüge sind Brutstätte für Malaria übertragende Mücken, was eine weitere Gefahrenquelle darstellt.
Die ungehemmte und unkoordinierte Suche nach Gold in den Bergen Mosambiks ist nicht nur für die Menschen vor Ort eine leidvolle Angelegenheit. Viele Flüsse transportieren den Schlamm und die Abwässer der Goldsucher. Auch Schwermetalle und Chemikalien werden im Wasser des Flusses transportiert und machen das Trinkwasser ungenießbar. Dadurch wird die Gesundheit vieler Menschen in den umliegenden Regionen bedroht und es kommt zum Beispiel zu Durchfallerkrankungen.
In den Bergen entstehen zudem von Goldsuchern hinterlassene Kraterlandschaften und die Schächte und Gruben lösen regelmäßig Erdrutsche aus.
Eine deutliche Verbesserung der Situation scheint der Staat Mosambik nicht herbeiführen zu können und so besteht vor allem die Hoffnung, dass sich mit einer politischen Veränderung in Simbabwe etwas bewegen könnte. Diese Hoffnung scheint nicht unbegründet, da etwa dreiviertel der Goldsucher aus dem Nachbarland stammen, das durch Robert Mugabe runtergewirtschaftet und ausgebeutet ist und durch Armut und geschätzte 80% Arbeitslosigkeit gezeichnet ist.

Fotostrecke: Die Suche nach dem Glück: Schmutziges Gold

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-56240591.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,542152,00.html

Demokratische Republik Kongo

Am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo lassen sich die negativen Auswirkungen des Rohstoffreichtums in all ihren Facetten exemplarisch ablesen.
Das Land ist reich an Rohstoffvorkommen. Auf dem Territorium, welches größer als Frankreich, Deutschland und Spanien zusammen ist, gibt es große Vorkommen an Gold, Diamanten, Kupfer und seltenen Edelmetallen wie Coltan. Große Teile des Landes sind äußerst fruchtbar und mit dem Regenwald im Kongobecken verfügt das Land über außerordentliche Naturschätze. Aber gemessen am Pro-Kopf Einkommen gehört die Demokratische Republik Kongo zu den zehn ärmsten Staaten der Welt.

Zu Zeiten des belgischen Kolonialismus im Kongo wurde das Land ausgebeutet und die Bevölkerung unterdrückt. Doch auch nach der Unabhängigkeit des Staates, die zu abrupt für das Land im Jahr 1960 eintrat und große Unordnung hinterließ, bestimmten brutale Herrscher und Warlords das Geschehen. Der Kongo beherbergt zahlreiche Ethnien, Sprachen und Religionen. Auslöser der vielen Konflikte war jedoch weniger diese Heterogenität als vielmehr die Gier nach Rohstoffen und Reichtum.
Nicht nur die kongolesischen Rebellengruppen finanzierten ihre Kriege und bereicherten sich durch Gold, auch Rebellengruppen aus den Nachbarstaaten lockten Förderkonzessionen und das Versprechen auf Rohstoffe an.
Trotzdem drängen große ausländische Bergbaufirmen auf den Goldmarkt und versuchen vor allem, in der relativ stabilen Provinz Ituri im Nordosten an die großen Goldvorkommen zu gelangen. Bisher wurden große Mengen der im Kongo geförderten Rohstoffe illegal in die Nachbarländer ausgeführt und von dort weiterverkauft. Eine Etablierung von größeren Firmen in der Goldförderung sowie der hohe Goldpreis könnten nun eine Chance für die marode Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo sein.

http://www.sueddeutsche.de/politik/demokratische-republik-kongo-goldrausch-mit-risiko-1.89889
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-61822098.html

Ghana

Im Zusammenhang mit der Goldförderung in Ghana wird oftmals von "Neo-Kolonialismus" gesprochen. Wie viele andere Entwicklungs- und Schwellenländer war auch Ghana zu Beginn der 1980er Jahre so hoch verschuldet, dass es auf dem freien Geldmarkt keine Kredite mehr erhielt. Allein der Internationale Währungsfond und die Weltbank konnten neue Kredite gewähren. Diese waren allerdings mit verschiedenen Auflagen, wie der Senkung von Subventionen und der Liberalisierung der Wirtschaft, verbunden, um Anreize für internationale Konzerne zu schaffen.
Deswegen besitzen heute große, multinationale Firmen die großen Tagebauwerke in denen 90 Prozent des ghanaischen Goldes gewonnen werden. Nur 10 Prozent entfallen auf einheimische Kleinschürfer. Im Jahr 2006 besaßen die internationalen Minenkonzerne Konzessionen von etwa 13 Prozent der Landfläche Ghanas. In den vergangenen Jahren wurde die Goldproduktion stark ausgebaut und weitere Erschließungsprojekte beschlossen.
Die Abgabe von angemessenen Lizenzgebühren und Steuern fehlen vor allem der Bevölkerung.
Zu den geringen Einnahmen des Staates aus dem Goldabbau (96 Millionen US-Dollar in 2008 bei einer Gesamteinnahme von über einer Milliarde US-Dollar) kommt die vergleichsweise geringe Beschäftigtenzahl im formellen Bergbau (knapp 19.000 in 2006). Im informellen Bereich dagegen steigt die Zahl der Kleinschürfer weiter an. Da diese Schürfer illegal arbeiten, variieren die geschätzten Zahlen zwischen 100.000 und über einer Million Menschen, die im Tagebau nach Gold suchen. Zahlreiche illegal operierende Kleinschürfer werden, auch unter dem Einsatz von Gewalt, von ihren Schürfstellen vertrieben, da sie auf ungenutzten Konzessionen von Großkonzernen schürfen.

Besonders Umwelt und Menschen leiden unter der Ausbeutung des Landes. Bauern wurden von ihren Ländereien vertrieben, Dörfer umgesiedelt und Gewässer umgeleitet. In den 1990er Jahren wurden im Rahmen der Goldförderung allein in der Region Tarkwa im Westen des Landes etwa 30.000 Menschen umgesiedelt. In den darauffolgenden Jahren wurden durch die Ahafo-Mine einige der fruchtbarsten Böden Ghanas zerstört. Die vertriebene Bevölkerung musste andernorts neues Land erwerben und neue Nutzpflanzen ziehen, wofür die Entschädigungen für die Aufgabe des Landes zu gering waren.
Immer wieder kommt es rund um die großen Goldminen Ghanas zur Verseuchung von Gewässern. Im November 2009 traten cyanidhaltige Abwässer des Minenbetreibers Newmont in einen Fluss, der daraufhin nicht weiter als Trinkwasserquelle für die Bevölkerung nutzbar war. Nach anfänglicher Dementierung, zahlte das Unternehmen eine Strafe von knapp fünf Millionen US-Dollar.
Um die Situation in Ghana zu verbessern, machen zahlreiche Menschenrechts- und Hilfsorganisationen auf die Missstände im Land aufmerksam und unterstützen die Bevölkerung vor Ort in der Auseinandersetzung mit den Großkonzernen. Aufgrund der in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Preise für metallische Rohstoffe versuchten neben Ghana auch andere afrikanische Regierungen, die niedrigen Abgaben der Rohstoffkonzerne zwischen drei und sechs Prozent zu erhöhen. Doch mit Berufung auf die ehemals abgeschlossenen Verträge, die nachträgliche Steuerrechtsänderungen sowie die Verschärfung von Umwelt- und Sozialgesetzen ausschließen, drohen diese den Regierungen mit langwierigen und teuren Verfahren vor internationalen Gerichten. Anders ist dies in Australien, wo die Regierung im Frühjahr 2010 ankündigen konnte, ab 2012 eine Steuer von 40 Prozent auf die Gewinne von Rohstoffkonzernen zu erheben.

(Schmuck – Liebesbeweis, Broterwerb und Ausbeutung: Vom Rohstoff bis zur Ladentheke, Südwind e.V. (Hg.), 2010)

Filme:

Der Fall Ahafo Newmont Ghana Gold Ltd.
The Curse of Gold - Ghana
The case of AngloGold Ashanti Induapriem Mine in Ghana

Zum Weiterlesen:

http://www.germanwatch.org/corp/ghana06.pdf

http://www.fian.at/home/arbeitsbereiche/zugang-zu-ressourcen/goldbergbau/
http://www.fian.at/assets/FIAN-Dokumentation-Ghana-im-Goldrausch.pdf
http://www.regenwald.org/regenwaldreport/2008/261/gold-oder-regenwald
http://auslandsjournal.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,8366708,00.html