| Klimawandel und seine Auswirkungen in Afrika |
„Ausgerechnet diejenigen leiden am meisten unter dem Klimawandel, die ihn am wenigsten zu verantworten haben. Auswirkungen wie Wassermangel, Dürren oder Stürme sind für die Entwicklungsländer dramatisch. Der Klimawandel ist das Sicherheitsrisiko Nummer eins in der Welt. Die bisherige Energieerzeugung in den Industrieländern ist ein dauernder schwerer Angriff auf die Lebensbedingungen der Menschen in den ärmsten Ländern – vor allen in Afrika. Wir müssen alle Kräfte bündeln, um den Prozess zurück zu drängen.“Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau (5.4.2007) Die Prognosen von Klimaforschern sind erschreckend: längere Dürreperioden werden ebenso zunehmen wie heftige Niederschläge und Überschwemmungen. Die dadurch bedingten Ernteausfälle werden gravierend sein, der Agrarsektor Afrikas gilt bereits heute als einer der empfindlichsten der ganzen Welt. Die Desertifikation wird zunehmen, die Wüstengebiete größer werden und die Gebiete, die regelmäßig von Dürren betroffen sind, könnten sich bis zum Jahre 2050 verfünffachen. Bereits Ende des 20. Jahrhunderts nahmen die Regenmengen bis zu 20% ab. Die Küstenregionen im Westen Afrikas sind vom Anstieg des Meeresspiegels und intensiveren Stürmen bedroht. So werden z.B. Kapstadt (2,3 Millionen Einwohner) und Lagos/ Nigeria (9, 4 Millionen Einwohner) voraussichtlich teilweise oder sogar komplett unter Wasser stehen. Zunehmende Temperaturen, ausbleibende Niederschläge und anhaltende Dürreperioden können zum Austrocknen von Seen und Versiegen von Flüssen führen. Auf dem größten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo, werden die Gletscher abschmelzen und er wird in ein paar Jahrzehnten nicht mehr von Eis bedeckt sein. Schätzungen zufolge werden bis ca. 2080 außerdem ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten verschwunden sein. Verursacht haben diese Misere jedoch nicht die in Afrika lebenden Menschen selbst, sondern die reichen Industriestaaten und ihre Bewohner. Allein in Deutschland werden pro Kopf jährlich etwa zehnmal so viele Treibhausgase ausgestoßen, wie im subsaharischen Afrika. Doch auch in Afrika selbst ist der CO2-Ausstoß ungleich verteilt. Nur 15 Länder produzieren dort rund 95% der afrikanischen CO2-Emissionen. Hierunter finden sich die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder)-Staaten Nigeria und Angola genauso wie die überwiegend agrarischen Volkswirtschaften Äthiopiens, Ghanas oder der Elfenbeinküste. Zu Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten siehe „Globaler Klimawandel“ von Germanwatch Einen eindrucksvollen Überblick des weltweiten Energieverbrauchs bietet ein Bild der Erde bei Nacht ![]()
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ZDF Mediathek
Video: Hotspot Afrika
Die Folgen des Klimawandels
Video: Heinrich-Böll-Stiftung
Autor: Marc Engelhardt
Kamera: Leila Knüppel
Video: Heinrich-Böll-Stiftung
Autor: Marc Engelhardt
Kamera: Leila Knüppel
„Ausgerechnet diejenigen leiden am meisten unter dem Klimawandel, die ihn am wenigsten zu verantworten haben. Auswirkungen wie Wassermangel, Dürren oder Stürme sind für die Entwicklungsländer dramatisch. Der Klimawandel ist das Sicherheitsrisiko Nummer eins in der Welt. Die bisherige Energieerzeugung in den Industrieländern ist ein dauernder schwerer Angriff auf die Lebensbedingungen der Menschen in den ärmsten Ländern – vor allen in Afrika. Wir müssen alle Kräfte bündeln, um den Prozess zurück zu drängen.“
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